Eindrücke eines "Langjährigen"

Der Montag ist wie immer hart, hier gilt es einzuteilen,

in welcher Gruppe man dann fährt und weiter muss verweilen.

Ein jeder gibt sein Bestes da und zieht exakt die Schwünge,

und wer sich selber einteil`n will, dem hilft man auf die Sprünge.

Der Andi kennt da kein`n Pardon. Was er sagt, das muss passen,

auch wenn die Leute, die es trifft, bis Freitag ihn dann hassen.

Die Gruppe EINS, die schaut da zu und denkt sich, den Schmäh kenn`n ma.

Wir stell`n uns z`samm wie immer schon. Das passt, ok, dann geh`n ma.

Der Andi sagt: „ Mir ist es recht, ich kenn` euch ja schon lange,

wir fahr`n halt, dass die Fetzen flieg`n, mir wird dabei nicht bange.

Am Dienstag geht es richtig los, wir woll`n was Neu`s probieren,

nach Schröggen geht´s, steil durch die Klemm, wer kneift, muss sich genieren.

Von Weitem seh`n die Kirche wir von Schröggen d`runt im Tale

und fallen ein beim 6-er Stand zum „opulenten „ Mahle.

Prosecco wird zuerst gekühlt bevor wir richtig sitzen,

um endlich uns dann auszuruh`n vom Schieben und vom Schwitzen.

Am Mittwoch folgt der Sonnenkopf, ein Berg fast zum Verlieben.

Gäb`es dort nicht das Kuh-Täli, wir wären fast geblieben.

Ein Aufstieg bleibt uns hier erspart, vom Lift geht`s gleich hinunter,

und Pulverschnee empfängt uns dort. Gleich sind wir Alle munter.

Der Erlengrab`n mit Stock und Stein, den gilt es zu besiegen.

Wer den geschafft, der hat`s verdient, ruhig vor der Hütt`zu liegen.

Dort gibt`s Prosecco, Brot und Speck, ein jeder kann sich stärken.

Am Vorplatz einer schönen Hütt` sind alle fest am Werken.

Ein Forstweg führt hinab ins Tal mit Kurven, Serpentinen.

Die Kurven sind gut überhöht, da gibt es kein Entrinnen.

Wir landen auf der Autobahn, marschieren ruhig weiter.

Die Schutzwest`hab`n wir nicht dabei. Trotzdem, es war ganz heiter.

Der nächste Tag, der riecht nach Schweiß, zwei Aufstieg`soll es geben.

Prosecco wär`da gar nicht schlecht, ob`n braucht man was zum Heben.

Gesagt, getan, wir steigen auf zur schönen Rendlscharte.

So mancher pfaucht dann  hinten nach, hoffend, dass man ihm warte.

Der Hang sehr steil, der Firn ein Traum, wir ziehen uns`re Schwünge.

Der Andi deut`t am Gegenhang und hilft uns auf die Sprünge.

Dort geht`s hinauf zur Rosskopfschart`, a Spur gibs da noch keine.

Zu spur`n , die Aufgab` steht jetzt an. Ich weiß, das ist nicht meine.

Gesagt, getan, der Andi stapft, und wir in seinem Schatten.

Und manchem geht die Luft fast aus und hat dann ob`n an Platten.

Die Rossfallscharte lädt uns ein bei Sonnenschein zur Pause,

ein jeder hat im Rucksack drinn`n a zünftig, deft`ge Jause.

Die Krönung ist, wie meist bei uns, Prosecce nur vom Feinsten.

Der heute kommt vom Liechenstein, ein Winzer, nicht vom Kleinsten.

Schon oft hat uns der Rossfall g`hunzt mit Bruchharsch, echt gehässig,

doch heut` verwöhnt mit Firn er uns, ganz super, wirklich lässig.

Schon steht der letzte Tag bevor, d´Valluga wär`noch offen.

Der Andi ist recht gut gelaunt, das lässt uns freudig hoffen.

Und wirklich heisst`s am Freitag früh:“ Auf, auf, ihr müden Hasen,

das Wetter passt und auch der Schnee, wir geh`n Valluga- Blasen!“

Die Bahn  bringt schnell uns auf den Berg, St. Christoph liegt zu Füßen,