Verleihung "Grüner Zweig" an die Naturparke Tirols

Seit 1983 verleiht der Tiroler Forstverein für herausragende Leistungen für Wald und Umwelt den "Grünen Zweig". Coronabedingt musste die Verleihung des "Grünen Zweigs" an die fünf Naturparke Tirols anlässlich des Tages des Waldes 2020 verschoben werden. Umso mehr freut es nun, dass die Verleihung

am Freitag, den 02. Juli 2021in kleinem Rahmen in der Orangerie im Stift Stams

nachgeholt werden konnte. Geehrt wurde vor allem der langjährige Einsatz für den Schutz und die Erhaltung der Vielfalt der Tiroler Natur und ihrer Wälder. Naturparke bieten eine einmalige und besondere Landschaftsvielfalt, die durch einen interessanten Reichtum von Tier- und Pflanzenarten sowie bedeutenden Lebensgemeinschaften ausgezeichnet sind. Neben Naturlandschaften werden Kulturlandschaften, die durch das Zusammenwirken von Mensch und Natur im Laufe der Zeit geformt wurden, gepflegt und erhalten. Für ihre Verdienste um die Tiroler Natur und ihre Wälder wurden deshalb die fünf Naturparke Tirols vom Tiroler Forstverein mit dem "Grünen Zweig" ausgezeichnet.

5 Naturparke zum Schutz der Natur

In Tirol sind gegenwärtig fünf Naturparke von der Landesregierung ausgewiesen worden und somit offiziell anerkannt: Der Naturpark Karwendel, Kaunergrat, Ötztal, Tiroler Lech und Zillertaler Alpen. Teil der Naturparkidentität ist das Bewusstsein einer Verantwortung gegenüber den in den Naturparken lebenden Menschen und der darin vorhandenen Biodiversität, die mit unterschiedlichen Maßnahmen geschützt wird. Aufgrund der verschiedenen Naturräume, werden in den jeweiligen Naturparken unterschiedliche Maßnahmen und Schwerpunkte gesetzt, die ein gleichrangiges Nebeneinander von Naturschutz, Forschung, Bildung, Erholung und Regionalentwicklung ermöglichen. Neben Renaturierungsmaßnahmen am Wildfluss und in Moorgebieten, Artenschutzprojekten und Monitoring für verschiedene Tierarten (z.B. Kreuzkröte, Alpenbock oder Raufußhühner), Trockenrasenmanagement, Neophytenbekämpfung, Naturschutzplänen auf der Alm und im Wald, Artenschutzprojekten für ausgewählte FFH-Lebensräume, werden auch Maßnahmen zur Besucherlenkung und Forschungsprojekte umgesetzt. Die Herausforderung ist groß, trotzdem sind die Naturparke unermüdlich bemüht die Integration von Schutz und Nutzung wahrzunehmen und als Instrument für eine nachhaltige, integrative Regionalentwicklung zu dienen.