Naturkundliche Wanderung durch Europaschutzgebiete im Vorarlberger Rheintal

 

Am 29. Juni 2019 fand die jährliche naturkundliche Wanderung im Vorarlberger Rheindelta statt.

Bei brütender Hitze führte die Exkursion mit rund 30 TeilnehmerInnen durch Feuchtgebiete der Kulturlandschaft zwischen Lauterach und Lustenau. Der Schutzgebietsbetreuer gab einen ausführlichen Überblick über das Schweizer Ried und Lauteracher Ried und erläuterte die Geschichte, Entstehung und aktuelle Situation. Nach einer vegetationskundlichen Einleitung durch Botanikprofessor Konrad Pagitz konnte bereits nach wenigen Schritten das erste botanische Highlight- die Sumpfgladiole entdeckt werden. Begleitet bei der Wanderung wurden die TeilnehmerInnen von interessanten Vogelarten wie Störchen, Rot- und Schwarzmilanen.

Nach dem Mittagessen am Bodensee führte die Exkursion weiter zur "Rheinspitz" in Gaißau / Höchst im Europaschutzgebiet Rheindelta. Aufgrund des hohen Wasserstandes mussten Teilpassagen barfuß oder mit Regenstiefeln durchquert werden, wovon sich aber niemand abschrecken ließ. Nach Durchquerung schöner Tieflagen-Auwälder, die von den botanischen Leitern Konrad Pagitz und Manfred Hotter erklärt wurden, sodass auch für Jeden etwas Neues dabei war, gab es verschiedene Blütenpflanzen zu bewundern. Umrahmt wurde die Exkursion von Froschgequake und Vogelgesang. Interessant war auch die Herausforderung rund um die riesigen Sedimentablagerungen, die eine einmalige Chance bieten, Lebensraumentwicklung zu beobachten, aber auch zu steuern.

Die informative botanische und ornithologische Wanderung beendeten wir bei einem wohlverdienten Getränk auf der Rückfahrt.