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Forstliche Studien- und Kulturreise 2019

Reisebericht zur forstlichen Studien - und Kulturreise Bulgarien 2019

Rosen, Holz und Klosterluft 14. – 22.5.2019

Am 14.5.2019 begannen wir 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit unserem bewährten Reiseleiter Bernhard Delong vom Flughafen Innsbruck aus die 18. Forstliche Studien- und Kulturreise und flogen über Wien nach Sofia, der Hauptstadt Bulgariens. Die lokale Reiseleiterin Snejana (Schneewittchen) erwies sich als erfahrene und kompetente Vermittlerin aller interessanter Informationen über das Land, auch im forstlichen Bereich.

Am Nachmittag des 1. Reisetages besuchten wir mit improvisierter Programmänderung das Institut für bulgarische Wälder, eine forstliche Forschungseinrichtung der bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Hotel in Sofia

Am 2. Tag, 15.5., besuchten wir das Rila-Kloster (UNESCO-Weltkulturerbe) und genossen die ursprüngliche Natur in der gebirgigen Umgebung innerhalb des Nationalparks Rila.

Als botanische und forstliche Besonderheit erlebten wir im Pirin-Gebirge einen Bestand der Schlangenhaut- oder Panzerkiefer (Pinus leucodermis). Es ist auch der Name Pinus heldreichii in Verwendung. Hier steht der mit dem bulgarischen Namen Bajkuschewa mura bezeichnete älteste Baum in Bulgarien mit einem Alter von ca. 1300 Jahren und einer Höhe von 26 m. Hotel in Bansko

Am 3. Tag, 16.5,. Am Beginn des Tages erklärte uns Snejana die Touristenstadt Bansko.

Nach einer Waldexkursion in einen ca. 50 jährigen Bestand von Weißkiefer, Tanne, Fichte und Buche wurden uns bei einem Vortrag in Jundola in der forstlichen Lehrbasis der Universität die Schwerpunkte der Forschung (z.B. Monitoring und digitales Lesen von Forstkarten) näher gebracht. Hotel in Velingrad

Am 4. Tag, 17.5,. erlebten wir die Rhodopen-Schmalspurbahn auf der Fahrt vom Bahnhof in Velingrad bis zu einer einsamen Station, wo uns der Bus abholte und wir nach Plovdiv, der Kulturhauptstadt Europas für 2019 weiterfuhren. Nach einem Überblick über die Stadt von einem Hügel und einem Stadtrundgang überstanden wir einen Imbiss in einem kalten und dunklen Weinkeller und erholten uns in einem Wald im Nationalpark Zentralbalkan. Hotel in Kazanlak

Am 5. Tag, 18.5,.war unser erstes Ziel ein Laden für Rosenprodukte, wo sich unsere Damen mit bekränzten Häuptern als Rosenköniginnen fühlen durften. Nach der Besichtigung eines restaurierten Thraker Grabes und einer reich ausgestatteten Gedächtniskirche für die gefallenen Soldaten des türkisch-russischen Krieges, der 1878 mit einem Friedensvertrag endete, ging die Reise durch ausgedehnte relativ ursprüngliche Wälder über den Schipko-Pass nach Veliko Tarnovo, der pittoresken ehemaligen bulgarischen Hauptstadt. Der anschließend besichtigte steinerne Wald faszinierte durch die Steinformationen auf sandigem Boden und gibt der Wissenschaft nach wie vor Rätsel über die Entstehung auf. Hotel in Varna

Am 6. Tag, 19.5,. fuhren wir in die besonders fruchtbare Region Dobrudzha und besuchten einen landwirtschaftlichen Großbetrieb (7.000 ha) mit 12.000 Rindern und einem riesigen Melkkarussell. In Baltschik genossen wir den botanischen Garten und danach kulinarisch eine Weinverkostung. Abends war auch Zeit für einen Spaziergang am „Goldstrand“ in unmittelbarer Nähe des Hotels in Varna.

Am 7. Tag, 20.5,.ging es nach einem Stadtrundgang durch die touristisch wichtige Stadt Varna an der Schwarzmeerküste zum Denkmal des Reiters von Madara und weiter ins Landesinnere, wo wir bei einer Bauernfamilie mit Folkloremusik sehr gut gespeist haben, unter anderem die Baniza genannten Teigtaschen. Bei einer Hochzeitszeremonie zeigte sich das Talent von Mitgliedern unserer Gruppe als Laienschauspieler. Am Abend wurden wir durch einen etwas abenteuerlichen Fußmarsch samt Gepäck über ein sehr raues rustikales Steinpflaster zu unserem Quartier in einem Architekturreservat überrascht (Zheravna Kotel).

Am 8 Tag, 21.5,. fuhren wir durch das Rosental, inspizierten eine Rosenölproduktion und eine Rosenplantage und fuhren weiter in den Central Balkan National Park, wo wir uns wegen der Ähnlichkeit mit den Alpen entlang des Gebirgsbaches im Wald recht heimisch fühlten. Beim Abschiedsabend mit Folkloredarbietung zeigte sich, dass wir auch talentierte Tänzer unter uns hatten. Hotel in Sofia

Am 9. Tag, 22.5,. hatten wir einen Rundgang durch die Hauptstadt Sofia mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und traten am Nachmittag die Heimreise über Wien nach Innsbruck an.

 

Autor und Fotograf: Dr. Wolfgang Oesterreicher