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Exkursion Natura 2000 - Lechtal

NAURA 2000 – Entwicklungsmotor oder Hemmschuh?

Am 24. September 2015 fand die Herbstexkursion des Tiroler Forstvereins in den Naturpark Tiroler Lech statt.

Wirtschaftliche Katastrophe, Raub von Entwicklungsmöglichkeiten etc., so tönte es in den vergangenen Monaten aus Osttirol, als die NATURA 2000 Diskussion ihren Höhepunkt erreichte.
Wir wollen uns ein eigenes Bild machen! Welche Auswirkungen hat eine NATURA 2000 Ausweisung für eine Region?
Seit 2000 sind Teile des Lechtals NATURA 2000 Gebiet. Mit einem LIFE-Naturschutzprojekt und einem Sonderförderungsprogramm sollte ein Entwicklungsschub ausgelöst werden. 400 Projekte mit einer Summe von 96 Mio. € wurden umgesetzt.

Wolkiges Wetter, 17° und ein gut gelaunter Bürgermeister Heiner Ginther empfingen uns in Elmen im Außerfern. Gestartet wurde mit einer köstlichen Außerferner Jause im neuen Naturparkhaus (sehr sehenswert!). Dann zeigte uns Mag. Günter Salchner vom Regionalentwicklungsverein REA welche Chancen durch NAUTURA 2000 entstehen können und wie man sie nutzen kann. Der sehr interessante Vortrag stellte den neu entwickelten Lechweg als beeindruckendes Beispiel für ein touristisches Qualitätsprodukt in den Mittelpunkt.

Danach ging´s in die Natur und BFI Leiter Walch Josef bzw. Regionalberater Schreieck Andi zeigten uns die Herausforderungen für die Land- und Forstwirtschaft im 2004 geschaffenen Naturpark Lech. Baumwacholder, deutsche Tamariske und die Diskussion über die Begriffe „…übliche Land- und Forstwirtschaft“ prägten das Vormittagsprogramm.

Nach einem hervorragenden Mittagessen in Weißenbach besichtigten wir die neu errichtete „Geschiebefalle“ (Ablagerungsstrecke für Geschiebe) des Lechs in Ehenbichl und das aufwändige Kreuzkrötenprojekt (neu errichtete Überflutungsarme des Lechs) in Pinswang. Beide Exkursionspunkte wurden von DI Wolfgang Klien (BBA Reutte) und Anette Kestler (Naturparkleiterin) hervorragend präsentiert.

Fazit der Diskussionen und Eindrücke war, dass NATURA 2000 im Lechtal mittlerweile von Vielen mit Stolz getragen wird und die Chancen für eine erfolgreiche Regionalentwicklung genutzt wurden. Die Beschränkungen der Land- und Forstwirtschaft halten sich in Grenzen, erfordern aber im Vorfeld eine gute Abstimmung mit dem Naturschutz. Die enge und konstruktive Kooperation aller Partner im Außerfern war sicht- und spürbar.

Ein HERZLICHES DANKE an das Team vor Ort, Josef WALCH und Andi SCHREIECK, für die tolle Organisation und Zusammenstellung des Programms.

Bildergalerie von der Exkursion ins Lechtal