Exkursion Nationalpark Kalkalpen

"Vom Holzgraben zu den Feitelmachern"

Vom 14.8. bis 16.8. veranstaltete der Tiroler Forstverein eine Exkursion in den Nationalpark Kalkalpen. Dies war gleichzeitig der letzte Nationalpark Österreichs, den der Tiroler Forstverein in seiner Themenreihe „Durch die Nationalparks Österreichs“ noch zu nicht besucht hatte.

Dank der tollen Vorbereitung und Begleitung durch die Nationalparkverwaltung und die ÖBF AG wurde die Exkursion ein voller Erfolg.

Nach der Anreise und der Mittagspause in Molln wurden wir von Ing. Bernhard Sulzbacher und Michael Kirchweger von den österreichischen Bundesforsten in den Bodinggraben geführt, wo wir neben allgemeinen Infos zum Nationalpark auch das dortige Forsthaus und ehemalige Jagdschlössl der Grafen Lamberg besichtigen konnten.
Nach der Weiterfahrt nach Großraming und dem Zimmerbezug in unseren Quartieren ließen wir den sommerlichen Abedn beim Kirchenwirt gemütlich ausklingen.

Für den Samstag stand eine Wanderung durch den Holzgraben am Hengstpass am Programm. Der Wettergott meint es gut mit uns und so konnte nach morgentlichen Regenschauern das Programm wie geplant durchgeführt werden.
Der „leicht abschüssige Weg“ begann am Anfang in die falsche Richtung, also bergauf am Hengstpass. Durch den Holzgraben diskutierten wir den neben allgemeinen Fragen rund um den Nationalpark auch den Umgang mit der Borkenkäferproblematik nach den Windwurfereignissen der letzten Jahre.
Auch das Wildtiermanagement vom Abschuss bis zur Fütterung im Nationalpark wurde nach der Mittagspause sehr intensiv diskutiert.
Während der Wanderung konnten wir entlang der gesamten Strecke sehen, wie in relativ kurzer Zeit der Totholzanteil in den Beständen deutlich zunimmt.
Mit etwas Verspätung konnte uns unser Busfahrer Lois am vereinbarten Treffpunkt müde aber zufrieden wieder abholen.
Da das Wirtshaus „Sagwirt“ nicht weit von diesem Treffpunkt entfernt war, konnten alle Teilnehmer Hunger und Durst sehr bald dort stillen.
Nach einem gemütlichen Beisammensein ging es am frühen Abedn dann wieder zurück ins Quartier.

Am letzten Tag der Exkursion stand das Museumsdorf Trattenbach im „Tal der Feitelmacher“ am Programm. Dieser kulturelle Programmpunkt brachte uns sehr eindrucksvoll die Entwicklung eines kleines Dorfs von Messermachern zum Produktiionszentrum der „Feitel“, einer Taschenmesserart die bis Anfang des 20. Jahrhundert von Tratttenbach aus rund um die Welt ging.