Naturwaldzelle Thierberg

Der 0,5 Hektar kleine Grabeneinschnitt westlich von Kufstein in der Nähe des Pfrillsees besticht durch seine Strukturvielfalt, seinen Artenreichtum, den landschaftlichen Reiz des Bachtales und ist es wert, als Beispiel eines farnreichen Grabenwaldes vom Menschen unbeeinflusst erhalten zu werden. Naturwaldzellen in der tiefmontanen Stufe haben Seltenheitswert.

Obwohl die potenziell dominante Buche unterrepräsentiert ist, zeigt der Bestand durch etliche alte, mächtige Tannen und Fichten sowie viele Edellaubbäume (Bergahorn, Bergulme, Esche, Sommerlinde, Vogelkirsche, Stieleiche, Traubenkirsche) und Eibe ein naturnahes Bild. Beeindruckend ist der hohe Totholzanteil, es wurden ca. 50 m³ pro Hektar gemessen. Das kommt vielen spezialisierten Tieren und Pilzen zugute.