Europäische Forstliche Nordische Schiwettkämpfe (EFNS)

Vom 28. Januar bis 3. Februar 2018 fanden im Südtiroler Antholzertal die Europäischen Forstlichen Nordischen Schiwettkämpfe (EFNS) mit 13 forstlichen Biathleten des Tiroler Forstvereines statt. Rund 1200 Forstleute aus 20 Ländern waren vertreten. Der Tiroler Markus Zimmermann schaffte es im Wettkampf gegen die skandinavischen und tschechischen Halbprofis auf Platz 28. Die Tiroler Damen stellten mit Platz 24 die beste österreichische Damenstaffel. Das 50 jährige EFNS Jubiläum konnte somit beim anschließenden forstlichen Austausch beim Fest der Nationen umso mehr gefeiert werden.

Voller Motivation machten sich 13 Tiroler Läuferinnen und Läufer vom Anfänger bis zum Halbprofi Ende Jänner auf den Weg zu den 50. Europäischen Forstlichen Schiwettkämpfen (EFNS) ins Südtiroler Antholzertal. Knapp 1200 Waldbegeisterte aus über 20 Ländern, tätig in Waldberufen, der Holz verarbeitenden Industrie oder in forstlicher Ausbildung, trafen sich vom 28. Januar bis 3. Februar 2018 dort mit deren Familienangehörigen zum sportlichen Messen im Biathlon auf der Weltcupstrecke bei anschließendem forstlichem Austausch. Nicht nur das Wetter, sondern auch die Stimmung war sehr gut und freundschaftlich.

 

 

Bunte Mannschaft aller Generationen

In den 20 Wettkampfkategorien waren 47 österreichische Läufer und 11 Läuferinnen aus Jahrgängen zwischen 1941 und 2001 vertreten. Von den Frauen waren jeweils 2 x 2,8 km zu bewältigen, von den Männern 2 x 5,1 km. Auf jeden Fehlerschuss aus fünf Versuchen folgte eine 150 m lange Strafrunde. Als erfolgreichster Österreicher konnte sich Matthias Ebner im klassischen Bewerb mit 22.9 Sekunden Rückstand auf den Erstplatzierten Siegfried Kaltenbach (GER) den zweiten Platz in seiner Klasse H71 sichern. Auch im Freistilbewerb errang er Platz 5. Matthias Huber mit Platz 5 (H19) als auch Rudi Reiner mit Platz 9 (H31) schafften es unter die ersten zehn Ränge. Auch bei den Damen konnte ein Top-Ergebnis mit Platz 5 von Daniela Riepan (D41) für Österreich verzeichnet werden.

 

Mannschaftsübergreifende Staffeln aus Österreich

Beim Staffelbewerb für Österreich hatten 4 Läufer nacheinander dieselben Distanzen zu bewältigen, jedoch ohne Schießen. Der starke Schneefall sorgte für Hochbetrieb in den Wachskabinen. Aus den drei österreichischen Mannschaften setzten sich zwölf Staffeln zusammen, beste war die Herrenstaffel „Österreich 1“ mit Platz 19. Die Tiroler Damen stellten mit Platz 24 die beste österreichische Damenstaffel. Da der Staffelbewerb jedoch schon den Abschluss der gelungenen Veranstaltungswoche darstellte, stand nicht die Platzierung sondern vor allem Freude und Teamgeist im Vordergrund.

 

 

Forstlicher Austausch auf internationaler Ebene

Neben der sportlichen Begeisterung tauschten sich alle Waldinteressierte auch fachlich aus. Auch dieses Jahr hat der Südtiroler Forstverein ein vielseitiges Begleitprogramm angeboten. Bei Exkursionen, Fachvorträgen und Besichtigungen im Pustertal mit seinen Seitentälern konnten die landestypischen Wälder und Holzwirtschaft erkundet werden. Beim anschließenden Fest der Nationen offerierte jede Mannschaft Köstlichkeiten aus ihrem Heimatland. Im zweistöckigen Festzelt des Biathlonzentrums kam somit gesellschaftlich und kulinarisch kein Wunsch zu kurz.

 

50 Jahres Jubiläum der Biathlonwettkämpfe

Bereits seit 50 Jahren werden die EFNS in jährlich wechselnden Veranstaltungsorten ausgetragen. Der erste Wettkampf fand 1969 im Schwarzwald in Deutschland statt. Anfangs waren die Natursportkämpfe noch in den eigenen Waldrevieren, als Zielscheiben dienten Luftballons. Mittlerweile sind professionell präparierte Strecken, photoelektrische Zeitnahme und Biathlonstadien mit 30 Schießständen an jedem Wettkampfort selbstverständlich.1975 veranstaltete Tirol in der Weltcupgemeinde Seefeld erstmals die Wettkämpfe außerhalb Deutschlands. Mittlerweile fanden sie bereits sechsmal in Österreich statt, zuletzt 2010 in Ramsau am Dachstein in der Steiermark.